Vliesstoffe, auch als Nonwoven-Stoffe bekannt, werden durch Verbindung von Fasern unterschiedlicher Länge mittels Wärme ohne Stricken oder Weben hergestellt. Dank ihrer natürlichen, dünnen und atmungsaktiven Struktur werden Vliesstoffe in der Textilindustrie sehr geschätzt. Darüber hinaus sind diese Stoffe reiß- und hitzebeständig, wasserabweisend, fusselfrei und saugfähig. Dank ihrer antibakteriellen Eigenschaften gelten sie als Naturprodukte und verhindern die Bildung allergener oder mikrobieller Substanzen im Stoff. Vliesstoff wird insbesondere in der Textil-, Medizin-, Möbel- und Schuhindustrie verwendet. Diese nicht gewebten Stoffe werden in Textilprodukten hauptsächlich als innere Verstärkung oder Zwischenlage verwendet. Vliesstoffe haben sich auch in der Stofftaschenindustrie ihren eigenen Bereich geschaffen und eine sehr wichtige Position eingenommen.
Das Wort Nonwoven leitet sich von den englischen Wörtern „non" (nicht, ohne) und „woven" (gewebt) ab. In seiner wörtlichen Bedeutung übersetzt es sich als „nicht gewebte Oberflächen". Seit vielen Jahren wird es in verschiedenen Regionen der Welt als Filz, Steppdecken, Kleidung und Zelte verwendet. Diese durch verschiedene Methoden des Filzens von Wollfasern gewonnenen Oberflächen sind die ersten Beispiele für Nonwoven-Textilien auf der Welt. Im 19. Jahrhundert wurden mithilfe einer entwickelten Nadelmethode zur Verwertung von Garnabfällen diese Restfasern ineinander verschlungen, um verschiedene Vliesoberflächen herzustellen.



